Mobirise


Mühlengeschichte

Die Erdholländer Mühle zu Hedeper wurde im Jahr 1901 in Betrieb genommen. Erbauer und späterer Betreiber war der Müllermeister August Meyer. Sie ist die letzte Windmühle dieser Art, die in der Region gebaut und in den Betrieb überführt wurde.
Der Mahlbetrieb hatte in Wetzleben und Hedeper rund 170 Kunden, die halbzentner Weise Mahlgut zum Schroten anlieferten.
Die Zeit der Mühlentechnisierung war schon voll im Gange. Schon um 1900 hatte Hornburg eine Dampfmaschinen getriebenen Mühle. 
Im Februar 1948 wurde durch Kreisverwaltung des Kreise Wolfenbüttel das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt. Hierzu existiert zum einen eine Abschrift mit der Gegenzeichnung vom Müller August Meyer. Zum Anderen eine "Anordnung zur Sicherung von Kulturdenkmalen im Kreis Wolfenbüttel" (Jeweils:  12. Februar 1948)
 

Bis zum Ende des Betriebes 1953 wurde kaum Mehl mehr in
nenneswerten Mengen gemahlen.
Lediglich Getreite zum verfüttern wurde geschrotet.
Nach dem "Aus" der Mühle war sie dem Verfall preis gegeben.

Im Jahr 1976 erwarb das Ehepaar Inge und Walter Bosse das arg
verwahlloste Bauwerk.
In den darauf folgenden 2 Jahren, wurde im Einvernehmen mit dem
Denkmalschutz, das Gebäude wieder aufgebaut. Eines der 2 Mahlwerke
konnte gerettet werden.
 
Seit nun mehr 40 Jahren kümmert sich die Familie Inge und Walter Bosse mit
den Kindern liebevoll um den Erhalt des Bauwerks.
Mit dem Erwerb in den Siebzigern wurde nicht nur die Mühle zum Wochenendhaus
saniert, auch ein Wohnhaus entstand nach altem Fachwerk Stil. Hierzu wurde eine
Feldscheune im Raum Hannover erworben und in mühevoller Kleinarbeit zerlegt und
am neuen Standort Hedeper aufgebaut.

Viele Elemente der damaligen technischen
Ausstattung sind noch erhalten. Der Flügel selber
hatte 2 Segel- und 2 Jalousieflügel.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden neue Jolousieflügel
in Sachsen-Anhalt bestellt und über Umwege
geliefert. Verzögert wurde die Lieferung auf Grund
der neuen "Zonengrenze". Der Hersteller konnte
nur bis zur Landesgrenze gelangen. Ein Bauer aus
Hedeper transportierte die Flügel dann zur Mühle.
Ein Einbau erfolgte allerdings nicht.
Familie Bosse fand sie auf dem Grundstück,
allerdings waren die Flügel nicht mehr funktions-
fähig und total vermodert.